Norwegen 2012

Lensmansgarden/Innfjorden    More og Romsdal

22.07. – 04.08.2012

Nach 12 langen Monaten geht es nun endlich wieder nach Norwegen. Unser Ziel ist nun zum zweitenmal der Innfjord, ein Nebenarm des
Romsdalfjord. Wie auch im letzten Jahr sind wir zu Gast bei
Fam. Hage im Lensmansgarden in Innfjorden, doch bis dahin haben
wir noch knapp 1600km vor uns. Gegen 21 Uhr geht es dann endlich los. Richtung Seesen/A7. Und, oh Wunder, wir erreichen die dänische Grenze ohne Stau oder andere Verzögerungen, was auf dieser Strecke eher die Ausnahme ist.Wir erreichen Frederikshavn um 7.30 Uhr, etwas zu früh, aber besser als dem Schiff hinterherzuwinken. Das Wetter ist gut und auch der Wind hält sich in Grenzen. Pünktlich 10 Uhr legt die „Stena Saga“ab und es geht Richtung Oslo. Das Schiff hatten wir aber anders in Erinnerung. Rost wohin man schaut, vom penetranten Fischgeruch mal ganz zu schweigen. In den Innenräumen wurde wohl versehentlich mit Cola gewischt und wer nicht schnell genug war blieb einfach kleben. Ich habe selten so viel Dreck auf einer Fähre gesehen, aber Augen zu und durch. Also ab in die Kabine und schlafen, wir hatten ja noch eine Nachtfahrt durch Norwegen vor uns. Gegen 16 Uhr sind wir wach geworden, ein Blick aus dem Fenster, wir sind im Oslofjord. Wir hatten ganz den Jahrestag des Anschlags vor einem Jahr vergessen. Also immer der Masse hinterhergefahren und endlich auf der E6 Richtung Norden. Die Fahrt bis Innfjorden verlief ohne Probleme und wir erreichten gegen 2 Uhr unsere Unterkunft wo der Schlüssel wie abgesprochen steckte.Schnell das Auto ausgeladen und ab ins Bett.

 

Tag 1 23.07.

Als wir aufgestanden sind war es schon Mittag und da weder die Taschen ausgepackt noch die Angeln montiert waren, wurde die erste Ausfahrt auf morgen verschoben, schließlich sind wir im Urlaub und nicht auf der Flucht. Nachmittags sind wir dann noch mal runter zum Fluß, in der Hoffnung vielleicht einen Lachs zu sehen, aber denkste, das Wasser war klar und der Wasserstand sehr niedrig, von Lachsen keine Spur. Schön wars aber allemal.

Tag 2 24.07.

Heute geht`s zum ersten mal raus auf den Fjord.Die Köhler wollen wir dieses Jahr weitestgehend in Ruhe lassen,aber nicht heute denn ich brauche Köder fürs Naturköderfischen und die Bauchlappen der großen Köhler sind der beste Köder. Also erstmal raus zum Fjordausgang.
Da ging es zu wie auf dem Rummelplatz, ca. 40 Boote hatten sich dort versammelt. Fisch war auch genug auf dem Echolot,d deutliche Signale In Tiefen zwischen 20 und 40m. Das Angeln begann aber eher zäh bis nach gut einer halben Stunde der Lütte endlich einen Fisch am Haken hatte. Nach kurzem aber heftigem Drill konnte ich den ersten Köhler gaffen. Danach ging es zügig weiter und nach einer weiteren Stunde hatten wir 10 gute Fische zwischen 70 und 90 cm im Boot.

Das sollte erstmal reichen und wir machten uns auf den Weg zurück zum Hafen. Unterwegs noch ein Zwischenstop im Innfjord, aber der brachte nur 6 kleinere Köhler bis 60 cm die gleich wieder schwimmen durften.
Gegen Abend waren wir dann nochmal draußen und konnten bei der Möbelfabrik noch 5 Pollacks,4 Köhler und 2 Dorsche von je 5 Pfd. fangen. Abgesehen von den Dorschen durften alle wieder schwimmen.
Was das Wetter angeht können wir uns heute nicht beschweren.
Sonnig,24°C, Wind S-SW l ediglich die Drift war recht stark mit 3-5 Knoten ( bis 2,5m/s). Das Naturköderangeln musste deshalb warten, denn es wären weit mehr als 1 kg Blei nötig gewesen um den Köder halbwegs in Grund-nähe zu halten.

Tag 3 25.07.

Heute wollten wir den Innfjord nach Fischen absuchen.
Der erste Stop bei der Möbelfabrik brachte 2 Mini-Leng, 1 Kraken und
1 Flügelbutt  von 45 cm. Der zweite Stop beim „Erdbeerfeld“ brachte auch nur 3 Pollack von eher
„bescheidener“ Größe. Wir sind dann auf die andere Fjordseite gefahren
um es da zu versuchen. Aber außer 4 mittleren Köhlern war da auch
nichts zu holen. Kurz vorm Hafen ist mir dann noch ein 85 cm Leng an
den Pilker gegeangen und das bei knapp 10m Tiefe! Es sollte heute der größte Fisch bleiben.
Aber es sind ja noch ein paar Tage.

Tag 4 26.07.

Heute wollen wir mal einen Versuch auf Rotbarsch starten,doch
vorher ist Köderbeschaffung angesagt.Doch das erste was an der Spinnrute hing war ein Köhler von 85 cm. Ihm folgten 7 weitere. Dann haben wir endlich ein paar Makrelen erwischt und es konnte losgehen.Die erste Drift brachte auch gleich 5 Rotbarsche. Doch beim Ausnehmen sahen wir das alle Fische total verwurmt waren. Auch bei der zweiten Drift das gleiche, also Abbruch und Platzwechsel. Der nächste Fisch brachte mich mit dem leichten Gerät ganz schön ins schwitzen,ein 96 cm Köhler hatte sich den Fischfetzen geschnappt. Nach 20 min. war er dann aber im Boot, gut 8kg zeigte die Waage. Desweiteren gab es noch einen guten Schellfisch von 6 Pfd. 1 Knurrhahn, 1 Flügelbutt, 1 Krake und ein paar kleinere Köhler.

Tag 5 27.07.
Heute sollte es mit leichtem Gerät und kleinen Gummifischen auf Pollack gehen. Allerdings waren wir spät dran und es war bereits Niedrigwasser. Also suchten wir uns einen felsigen Platz mit Bewuchs. Bei einer Wassertiefe von ca. 35m haben wir dann die Gufis auf Tauchfahrt geschickt. Wieder war es der“ Kleine „ der den ersten Fisch am Haken hatte, einen schönen Pollack von knapp 70cm. Es sollte nicht der einzige bleiben. 8 weitere zwischen 68 und 81cm gesellten sich dazu, wobei es wieder der Kleinste war der den größten Fisch gefangen hatte. Als Beifang gab es zahlreiche Köhler zwischen 50 und 60 cm und sogar ein gut 30cm langer Rotbarsch schnappte sich den Gummifisch. Zwischendurch attackierte sogar ein Lachs von ca. 60cm kurz unter der Oberfläche den Köder, allerding konnte er sich gleich wieder losschütteln. Damit hatte ich nicht gerechnet und war so „baff“ das ich den Anhieb vergessen habe. Auch hatten wir an diesem Tag einige Großfische am Haken die leider nicht zu halten waren. Ein Vorfall war besonders kurios. Ich hatte einen Fisch gehakt,der sich aber ohne große Gegenwehr einholen ließ. Auf halber Strecke Plötzlich ein kräftiger Ruck in der Rute, die gleich darauf nach unten gerissen wurde, und dann…..nichts mehr,der gleiche Widerstand wie vorher.Zum Vorschein kam ein übel zugerichteter Dorsch von 80cm. Der hintere Teil sah aus als hätte man ihn gehäutet. Doch was vergreift sich an einem Fisch dieser Größe? Es sollte nicht der letzte Vorfall an dieser Stelle bleiben .Doch dazu später. Insgesamt waren wir mit dem Ergebnis voll zufrieden.


Tag 6 28.07.

Nach den Erlebnissen von gestern zog es uns heute wieder zu den Steilwänden. Doch heute bissen die Pollacks deutlich vorsichtigerund es gab viele Nachläufer und Fehlbisse. Weiterhin waren die allgegenwärtigen Köhler sehr nervig. War man an einen Schwarm geraten gab es unentwegt Bisse, allerding waren es nur kleinere Fische von 30-50 cm. Da gab es dann nur eins …Platzwechsel. Kurz darauf lief es dann endlich besser und wir konnten noch 4 Pollacks fangen. Den besten hatte meine Frau mit 96 cm und 8,75 kg. Als Beifang gab es noch zwei Dutzend Makrelen bis über 50cm und 2 Rotbarsche.
Und wieder einen ähnlichen Vorfall wie gestern. Wieder wurde ein gehakter Fisch attackiert, diesmal ein Köhler von gut 70cm. Allerdings waren die Wunden anders als bei dem Dorsch gestern. Der Köhler wurde seitlich gepackt. Die Bißwunden waren tief und ca.5cm lang mit einem Abstand von ca. 2 cm. Und wieder die Frage nach dem „Verursacher“…???? Anschließend noch ein Versuch mit Naturköder, aber außer ein paar Samtbauchleuchthaien interessierte sich niemand für die Köder. Also erstmal zurück zum Hafen.
Gegen Abend nochmal raus um Leng & Co. Nachzustellen.
Gefischt wurde über Schlammboden, eigentlich ist da eher wenig zu holen, aber …….nach 1 Std. endlich der erste Zupfer und der erste Lumb kam nach oben. Kein Riese aber mit 3 kg ganz gut. Ein weiterer von 3,5 kg folgte bis schließlich meine Frau noch einen Biß hatte und sich die 30lbs. Rute artig verneigte. Ein weiterer Lumb von 100cm bildete den Abschluß des heutigen Tages, mit dem wir wieder sehr zufrieden waren.


Tag 7 29.07.

Wir sind wieder unterwegs Richtung Fjordausgang/Wasserfall. Ein weiteres mal wollen wir den Pollacks einen „Besuch“abstatten. Das Wetter ist perfekt, Sonne, leichter Wind, angenehme 20°C. Lediglichdie Drift soll uns heute etwas zu schaffen machen. Doch Anfangs läuft alles super. Wir driften parallel zum Ufer mit 0.5 kt. Auch die Pollacks
sind in bester Beißlaune und wir fangen innerhalb von 2 Stunden 9 Stück zwischen 60 und 80cm und 3 kleinere bis 50cm, die wir zurücksetzen. Sehr nervig sind wieder die kleinen Köhler die sich permanent auf die Gummifische stürzen. Als Beifang gibt es noch 6 Dorsche bis plötzlich Schluß ist. Das Wasser fängt förmlich an zu kochen, tausende Kleinfische werden teilweise die Felsen hochgeschleudert.
Der Grund ist ein riesiger Makrelenschwarm und im Schlepptau ein Dutzend Schweinswale. Das ganze dauert nur wenige Minuten, dann ist wieder Ruhe, allerding beißt auch nichts mehr. Wir driften noch zwei mal über die Stellen wo noch kurz vorher Fisch war, aber nichts geht mehr. Wir fahren langsam zurück. Bei einem Stop
am Eingang des Innfjord lassen wir noch mal die Köder insWasser. Wassertiefe 30m.
Plötzlich sehe ich in Ufernähe Fische jagen die ich nicht recht zuordnen kann. Also anwerfen ,und der erste hängt. Es ist ein Schwarm Bastardmakrelen(Stachelmakrelen/Stöcker).

12 Stück können wir in kurzer Zeit fangen,dann ist der Spuk vorbei. Ich hab garnicht gewusst daß die so groß werden, denn die Tiere sind immerhin 50-65cm lang und bis gut 4 Pfd. schwer. Mittlerweile sind wir sehr dicht am Ufer und haben noch 10m Wasser unterm Kiel, als meine Frau noch einen brauchbaren Leng noch oben befördert. Wir fahren etwas von den Felsen weg und versuchen es nochmal. Hinter mir fängt plötlich eine Rollenbremse an zu singen, es ist unser Sohn der mit einem offensichtlich besserem Fisch abmüht, das Wasser ist nur 20m tief und es braucht eine Weile bis der Fisch müde wird. Zum Vorschein kommt ein guter Köhler von 90cm und gut 15 Pfd. Nicht schlecht für einen 8 jährigen. Zwei weitere von 101 und 106 cm bei knapp 20 Pfd. kommen noch dazu, dann fahren wir endgültig zurück. 
im Ferienhaus wird ersmal der Fisch versorgt,dann ist erst mal Pause.Anschließend geht es nach Andalsnes einkaufen.
Mittlerweile ist es 20.00 Uhr und wir fahren noch mal raus. Naturköderfischen ist angesagt,denn das war die letzten Tage wegen der starken Drift nicht möglich.Leider haben wir es versäumt die Stelle 
von vorgestern zu speichern,also heisst es erneut suchen.Wir beginnen die erste Drift bei etwa 180m über schlammigem Boden. Doch die erste Stunde tut sich nichts. Also Umsetzen und bei 200m neu anfangen.
Mittlerweile ist es 21.30 Uhr und immer noch nichts.Wir beschließen abzubrechen,doch da bewegt sich endlich die Rutenspitze. Aus einem leichten zupfen wir ein kräftiges ziehen, Anhieb ,hängt. Der erste Lumbliegt im Boot, 80cm 13Pfd. Also neu beködern und runter damit.
Da nur eine Rute an Bord ist wechseln wir uns ab.Keine 10 min. später der nächste Biß.Meine Frau ist an der Reihe und hat deutlich mehr zu kämpfen als ich zuvor. Nach 30 min. ist endlich geschafft und ein dicker Lumb wälzt sich an der Oberfläche, 106 cm bei 13,4 kg. Mittlerweile ist es 22.30Uhr,aber noch hell genug für einen letzten Versuch. Bei mittlerweile 280m ist der Köder am Grund.Ich hebe die Montage etwa einen meter vom Grund weg, als schon der Biß kommt. Die Rute wird
kräftig nach unten gerissen und der Fisch hängt, Anhieb überflüssig. Jetzt heißt es pumpen. Zwischendurch nimmt der Fisch sogar ein paar mal Schnur von der Rolle. Nach gut 30 min. ist er aber endlich oben.
Es ist wieder ein Lumb, und was für einer. Wir wuchten das Ungetüm ins Boot und können es kaum glauben. 121cm zeigt das Maßband und die Waage bleibt bei exakt 17 kg stehen, was für ein Fisch. Noch schnell ein paar Fotos und dann aber los,es ist mittlerweile 23.15 Uhr und es wird langsam dunkel.

Tag 8 31.07.
Der heutige Tag ist schnell zusammengefasst,es schüttet wie aus Kübeln.
Angeln fällt deshalb aus.Wir sind auch vom gestrigen Tag noch bedient.
Man muß es ja nicht übertreiben.


Tag 9 01.08.

Das Wetter ist heute das ganze Gegenteil von gestern.
Gegen Mittag fahren wir raus und steuern den Platz von vorgestern an. Doch den Pollacks scheint der Appetit vergangen zu sein, lediglich einer läßt sich zum mitkommen überreden. Doch Fisch ist da.Wir fangen 3 gute Köhler, 1 Leng, 1 Rotbarsch und einen Dorsch von 74 cm. Als Beifang gibt es reichlich große Makrelen. Gegen 15 Uhr wird es dann windiger und Regen zieht auf,so das wir uns entschließen zurückzufahren,und das war keine Minute zu früh.Innerhalb kurzer Zeit
wird es ungemütlich auf dem Wasser.

Gegen Abend wird das Wetter besser und wir fahren raus zum Naturköderfischen. Wir fischen an einer Lehmkante in 300m. Der erste Biß läßt nicht lange auf sich warten. Ein 6Pfd.Lumbkommt zum Vorschein. Den nächsten Biß bekommt meine Frau in 280m Tiefe doch nach 30 min. steigt der Fisch 50m unter der Oberfläche aus (ärgerlich). Doch sie sollte noch eine 2.Chance bekommen.Ich konnte in 300m noch einen Lumb von 114cm und 31 Pfd.fangen,als sie dann auch noch einen guten Biß bekam und ebenfalls einen Kapitalen Burschen nach obenbeförderte.
116cm und 16 kg wog das gute Stück. Mit bester Laune und voller Kiste ging es heimwärts.


Tag 10 02.08. letzter Angeltag

Heute ging es zum letzten mal raus auf den Fjord. Da wir die Erfahrung gemacht hatten daß der Wind gegen Nachmittag auffrischt suchten wir die Stelle vom Vortag auf und begannen mit dem Naturköderfischen solange es die Drift noch zulässt. Die nächsten 1 ½ Std. sollten wir so schnell nicht vergessen. In Tiefen zwischen 190 und 220m folgte Biß auf Biß, sodas nach etwas mehr als 1 Std. alle Köder aufgebraucht waren und wir das Angeln beenden mußten. Wahnsinn,in der Kiste lagen 5 Lumb zwischen 4 und 10,5 kg und ein Riese von 19,25 kg und 119cm bei einem Bauchumfang von 93 cm.

Zum Schluß noch ein paar Fotos von der Unterkunft.

Tag 11 03.08.
Leider geht der Urlaub seinem Ende entgegen.Taschen packen, Boot und Wohnung sauber machen und dann geht es auf die Heimreise. Auf Ausflüge haben wir dieses Jahr verzichtet was uns bei den stolzen Benzinpreisen von bis zu 2,40€ (umgerechnet für 1l super) nicht schwer gefallen ist, und nach 16 Jahren am Romsdal haben wir das meiste auch schon gesehen. Alles in allem war der Urlaub super von einigen Schlechtwettertagen mal abgesehen.

Zum Abschluß noch ein paar Bilder aus der Region.

Letzter Tag 04.08.
Auch wenn es schwer fällt, aber wir müssen los. Wir verabschieden uns von unseren Gastgebern Anne-Kari und Ivar und machen uns auf den Weg Richtung Oslo welches wir gegen 17 Uhr erreichen.

Um Um 19.30Uhr geht es dann (leider)wieder Richtung Heimat, aber
in einem Jahr sind wir wieder hier.

Tschüß bis 2013

 

Es verabschieden sich :
Nadine, Christopher & Marcel

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